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LOCATION:Hörsaal 7 des Instituts für Urgeschichte und Historische Archäo
 logie 
SUMMARY:Hefejagd und Archaeofermentation – Wiederbelebung verschwundener 
 Hefen & Biere?
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DESCRIPTION:Vortrag auf Einladung der ÖGUF:&nbsp\;2016 begann Dr. Mathias 
 Hutzler mit der Hefejagd in den tiefen Bierkellern der Vulkaneifel. Die er
 ste Fragestellung des Projektes Hefejagd war: Kann man Hefen aus alten Bie
 rkellern kultivieren und befinden sich dort Verwandte der heutigen Bierhef
 en? Beide Fragen konnten mit „Ja“ beantwortet werden. Dr. Martin Zarnk
 ow und Prof. Franz Meußdoerffer schlossen sich der Hefejagd an und sammel
 ten Proben in oberfränkischen Bierkellern. Dort wurden sehr außergewöhn
 liche Hefen gefunden\, die heute zur alkoholfreien Bierherstellung verwend
 et werden. Die Forscher beschäftigten noch weitere Fragestellungen: Woher
  stammt die kältetolerante Urhefe Saccharomyces eubayanus\, ein Elterntei
 l der heutigen untergärigen Bierhefe (die Hefe für die erfolgreichsten B
 iere der Welt)? Auf welchen Pflanzen\, die mit dem Brauprozess verknüpft 
 sind\, findet man Verwandte der Bierhefen? Kann man mit den gefundenen wil
 den Hefen Bier herstellen und wie schmeckt dieses? Wie lange können Bierh
 efen in Flaschen oder anderen Behältnissen überleben? Die meisten dieser
  Fragen können die Forscher bereits\, zumindest ansatzweise\, beantworten
 . Nach diesen Basisarbeiten eröffnete Dr. Zarnkow die neue Forschungsdisz
 iplin „Archaeofermentation“. Die Archaeofermentation beschäftigt sich
  damit\, alte Bier- oder Getränkerezepte möglichst originalgetreu zu rek
 onstruieren\, wobei „wiederbelebte“ Hefen oder Mikroben zur Herstellun
 g des Bieres/des Getränks verwendet werden. Zudem wird sehr auf die Auswa
 hl der Rohstoffe und die richtige Herstellungstechnologie geachtet\, die s
 ich am Original orientiert. Begonnen hat er schon sehr früh damit\, als A
 rchäologen der LMU München (Otto und Sallaberger) ihn mit einem sehr spa
 nnenden Fundhorizont einer in der Bronzezeit verlassenen Siedlung der Mitt
 anis (im heutigen Syrien) konfrontierten. Aufgrund der Funde (Keramik\, Ge
 treide usw.)\, der Dimensionen\, der Klimadaten und vielen weiteren Inform
 ationen konnte ein von den heutigen Verfahren sich stark unterscheidendes 
 nachvollzogen werden. Dr. Zarnkow stellt diese Biere und Getränke mit sei
 nem Team in der Pilotbrauerei und -mälzerei des Forschungszentrums Weihen
 stephan her. Dr. Hutzler liefert mit seinem Team die reaktivierten Hefen u
 nd Mikroben. Die beiden Forscher werden auch Verkostungsbeispiele der Vers
 chmelzung ihrer beiden Disziplinen vorstellen. Langfristiges Ziel der beid
 en Projekte ist eine umfassende Kartierung\, eine genetische Zuordnung und
  eine technologische Charakterisierung der gefundenen Hefen aus historisch
  relevanter „Brau- und Fermentationsregionen“ und eine umfassende „t
 heoretische und praktische“ Rezept- und Getränkesammlung historischer f
 ermentierter Getränke.\n\nZugangsdaten:Teilnahme über Zoom:https://univi
 enna.zoom.us/j/62508902395?pwd=HKMnFGmnPjq0bbVWC1vIOBMSXlndvz.1\nTeilnahme
  über den Internet-Browser:\nhttps://zoom.us/join  \nMeeting-ID: 625 0890
  2395 und Kenncode: 469922\n
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