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LOCATION:HS 7 des Instituts für Urgeschichte und Historische Archäologie
SUMMARY:Deborah Zarnke: Hinter hohen Hecken – Landwehren im Raum Westfale
 n
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DESCRIPTION:\n\nDie Region Westfalen bildet im wahrsten Sinne das Herzstüc
 k des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen im Nordwesten Deutschlands. Unter a
 nderem geprägt von der Westfälischen Bucht\, einem Teil der Norddeutsche
 n Tiefebene\, galt es dort\, wo es an natürlichen Steigungen fehlte\, zum
  Schutz künstliche Hindernisse in der Landschaft zu errichten. Bei den so
 genannten Landwehren handelt es sich um Wall-Graben-Anlagen\, die der 
 Markierung und Sicherung von Grenzen einzelner Territorien\, Städte oder
  Kirchspiele dienten.Ursprünglich im ausgehenden Mittelalter entstanden\,
  ist für viele von ihnen eine Nachnutzung bis in die Frühe Neuzeit hinei
 n belegt. Die Landwehren schützten Bauern und Bürger vor Viehdiebstahl\
 , Überfällen und Vandalismus. Mit dornigen Hecken und Bäumen bepflanzt
 \, bildeten sie unüberwindbare Hindernisse mit nur wenigen Durchlässen. 
 Diese\, vor allem an den Hauptverkehrsstraßen gelegen\, waren mit Schlag
 bäumen abgesichert und ermöglichten eine Kontrolle darüber\, wer sich 
 einer Stadt oder Region näherte. An besonders gefährdeten Punkten wurden
  zusätzlich sogenannte Warttürme erbaut.Westfalen war von einem regelr
 echten Netz aus besagten Landwehren überzogen\, von den großen politisch
 en Grenzen wie der Grenze zu den Niederlanden\, bis hin zu kleinen Einfrie
 dungen einzelner Bauerschaften.2016 hat die Altertumskommission für Westf
 alen\, ansässig beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)\, ein neues
  Projekt ins Leben gerufen\, dessen Ziel es ist\, das umfassende Landwe
 hrnetz von einst durch das Bündeln aller zur Verfügung stehenden Metho
 den zu rekonstruieren und in einem nächsten Schritt zu visualisieren sow
 ie langfristig geeignete Stellen für die Öffentlichkeit aufzubereiten. D
 ie einzelnen Puzzleteile aus erhaltenen Landwehrstücken\, Flurnamen\, Alt
 karten\, Digitalen Geländemodellen\, urkundlichen Überlieferungen\, Erz
 ählungen und archäologischen Maßnahmen sollen in einer georeferenzierte
 n Westfalenkarte zusammengefügt und in ihrer Gesamtheit grafisch verans
 chaulicht werden. Zum Einstieg hat man sich hierbei für die Verwendung vo
 n GoogleEarthPro entschieden.\n\n
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