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LOCATION:HS 7 des Instituts für Urgeschichte und Historische Archäologie 
 und digital
SUMMARY:Thomas Einwögerer: Neue Ergebnisse von den Ausgrabungen an der Jun
 gpaläolithischen Freilandstation Kammern-Grubgraben\, NÖ
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DESCRIPTION:Bei der Freilandfundstelle Kammern-Grubgraben handelt es sich
  um eine der bedeutendsten Paläolithfundstellen Europas aus dem letzten 
 Vereisungsmaximum. Die gut geschützte Lage zwischen Heiligenstein und Gei
 ßberg hoch über dem Kamptal hat vor allem in klimatisch ungünstigen Ze
 iten als Lagerplatz für den Menschen des letzten Hochglazials gedient. 
 Zumindest vier Mal lagerten JägerInnen und SammlerInnen in sehr kurzen z
 eitlichen Abständen an diesem begünstigten Platz. Eine ganze Reihe von 1
 4C-Daten stellen diesen Fundpunkt in einen Zeitraum von etwa 23 000 Jahre
 n (cal BP) vor heute.Die eiszeitliche Freilandfundstelle „Grubgraben“
  bei Kammern\, NÖ\, ist bereits seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Die d
 urch einen Hohlweg aufgeschlossenen Kulturschichten zogen immer wieder Hei
 matforscher\, aber auch Fachleute an. Es blieb aber immer nur bei kleinere
 n Bergungen am Hohlwegrand. Erst F. Brandtner initiierte erste flächige G
 rabungen. Während seiner Arbeiten zwischen 1985 und 1994 wurden große Me
 ngen an Fundmaterial geborgen. Leider blieb die Dokumentation der Befunde 
 und der Stratigraphie weit hinter den Fundaufkommen zurück. Erst 2015 kon
 nte eine Nachinventarisierung der Altfunde durch des Institutes für Ori
 entalische und Europäische Archäologie (OREA) der Österreichischen Akad
 emie der Wissenschaften (ÖAW)  mit finanzieller Hilfe des Landes Nieder
 österreich abgeschlossen werden.Grundstückszusammenlegungen und der Bau 
 eines neuen Güterweges im Bereich der Fundstelle führten ab Ende 2014 zu
  einer Reihe von Feststellungsmaßnahmen (Profile\, Rammkernsondagen und e
 ine kleine Grabung). Die Arbeiten wurden von der Forschungsgruppe Quartär
 archäologie des Institutes OREA im Auftrag des Bundesdenkmalamtes durchge
 führt. Um wichtige Fragestellungen bezüglich der schlecht dokumentierten
  Altgrabungen zu klären sowie die Erhaltung und Ausdehnung der verschiede
 nen Kulturschichten zu erfassen führte die Forschungsgruppe Quartärarch
 äologie 2015\, 2016 und 2017 kleinere Grabungskampagnen an der Fundstelle
  durch. Dabei wurden auch in Zusammenarbeit mit der Universität Wien\, In
 stitut für Urgeschichte und Historische Archäologie\, mehrere Lehrgrabun
 gen angeboten.Die Ergebnisse der bisherigen dreijährigen Forschungen m
 üssen als aufsehenerregend bezeichnet werden. Neben einer Vielzahl an Fu
 ndobjekten\, darunter auch viele Schmuckobjekte konnten auch mehrere Be
 funde dokumentiert und eine ausgedehnte Steinplattenlage freigelegt wer
 den. Periglaziale Erscheinungen geben Auskunft über die Umweltbedingunge
 n vor etwa 23 000 Jahren und Tierknochenreste zeigen das Jagdspektrum d
 er Menschen in einem Zeitraum\, von dem man bisher annahm\, dass Leben im 
 mittleren Donauraum aufgrund der vorherrschenden klimatischen Bedingungen 
 nicht möglich war.\n\n
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